Flucht und Vertreibung
Bereits die Eingliederung des Sudetenlandes in das Deutsche Reich im Oktober 1938 war für jüdische Bürgerinnen und Bürger, für Sozialdemokraten und Kommunisten mit Flucht und Verfolgung einhergegangen.
Für den größten Teil der deutschen Einwohner des Bezirks Tachau bedeutete dann das Kriegsende 1945 nicht nur die Befreiung vom Nationalsozialismus
sondern auch den Beginn neuer Unterdrückung und den Verlust der jahrhunderte- alten, angestammten Heimat.
Alleine im Zeitraum von März bis Oktober 1946 wurden 23.542 Männer, Frauen und Kinder
in 20 registrierten Transporten aus ihren Heimatorten vertrieben und zwangsweise in die Alliierten Besatzungszonen Deutschlands ausgesiedelt.
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